Gerichtsurteil

Frau wegen Verbrühung von Freundin vor Gericht - Urteil erwartet

Eine junge Frau gesteht vor Gericht, einer früheren Freundin kochendes Wasser über den Kopf gegossen zu haben. Das Opfer soll ihren Chihuahua aufgeschlitzt haben. Im Landgericht Hildesheim wird am Donnerstag das Urteil erwartet.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Hildesheim (dpa/lni) - Aus Rache für die Tötung ihres Hundes hat eine 29-Jährige vor Gericht gestanden, eine frühere Freundin mit kochendem Wasser übergossen zu haben. Der Prozess wird am Donnerstag (10.00 Uhr) im Landgericht Hildesheim fortgesetzt, an diesem Tag soll auch das Urteil gesprochen werden. Die Angeklagte muss sich wegen schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Das Opfer erlitt nach Angaben der Ärzte schwerste Verbrühungen und war zeitweise in Lebensgefahr.

Tat aus Rache

Die Angeklagte hatte ausgesagt, dass ihre Bekannte ihren geliebten Mini-Chihuahua Mila brutal getötet habe. Der Hund sei für sie und ihren Ehemann Kindersatz gewesen. Das Tier war im Sommer 2017 blutüberströmt, ausgeweidet und mit abgeschnittener Zunge in der Wohnung der heute 26 Jahre alten Bekannten entdeckt worden. Diese hatte stets bestritten, das Tier getötet zu haben.

Die 29-Jährige sitzt seit Ende Mai in Untersuchungshaft, sie ist im neunten Monat schwanger. Vor dem ersten Prozesstermin war sie nach Serbien geflohen und dort wenig später festgenommen worden.

(dpa)