Anklage wegen Körperverletzung

Verbrühung als Rache für getöteten Hund? - 29-Jährige vor Gericht

Eine junge Frau soll einer Bekannten kochendes Wasser über den Kopf gegossen haben. Laut Anklage hatte das Opfer ein halbes Jahr zuvor den Chihuahua der Angreiferin getötet. Klärt ein Prozess die Hintergründe auf?


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ARCHIV - 23.05.2018, Niedersachsen, Hildesheim: Eine Hinweistafel weist auf das Amtsgericht, das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Hildesheim vor dem Gebäude hin. (zu dpa «Verbrühung als Rache für getöteten Hund? - 29-Jährige vor Gericht») Foto: Holger Hollemann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: picture alliance/dpa)

Hildesheim (dpa/lni) - Aus Rache für die Tötung ihres Hundes soll eine Frau einer Bekannten mehrere Liter kochendes Wasser über den Kopf geschüttet haben. Von Dienstag (11.00 Uhr) an muss sich die 29-Jährige wegen schwerer sowie gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Das Opfer erlitt nach Angaben der Ärzte schwerste Verbrühungen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Im Sommer 2017 soll die Bekannte den Chihuahua der Angreiferin auf brutale Weise getötet haben. Unter dem Vorwand einer Aussprache soll die 29-Jährige das Opfer Anfang Januar 2018 in ihre Wohnung eingeladen haben, wo bereits zwei Töpfe mit Wasser auf dem Herd kochten. Das Wasser soll sie erst nach dem Ende des Gesprächs im Hausflur über die Bekannte ausgeschüttet haben.

Der Prozess sollte bereits im Mai beginnen, allerdings erschien die Angeklagte damals nicht zum ersten Verhandlungstermin. Nach Angaben eines Gerichtssprechers hatte sie sich ins Ausland abgesetzt und wurde im Sommer festgenommen. Die Frau sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

(dpa)