Erhöhte Einbruchsgefahr!

Polizei kooperiert im Kampf gegen Wohnungseinbrüche

Im Herbst und Winter steigt die Zahl der Versuche von Kriminellen, in Häuser und Wohnungen einzudringen. Um reisenden Banden das Handwerk zu legen, arbeiten Ermittler zunehmend ländergreifend. Ein Mittel sind Verkehrskontrollen.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Lüneburg/Osnabrück (dpa/lni) - Die niedersächsische Polizei setzt im Kampf gegen reisende Einbrecherbanden auf überregionale Zusammenarbeit. In der vergangenen Woche wurden in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein in einer aufeinander abgestimmten Aktion Fahrzeuge kontrolliert. Im Landkreis Harburg nahmen die Beamten dabei am Donnerstag drei Männer fest, in deren Wagen Schmuck, ein Laptop sowie mutmaßliches Aufbruchwerkzeug entdeckt wurden. Die Polizeidirektion Lüneburg und die Polizei Hamburg hatten im September eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit bei Ermittlungen zu vertiefen. Einen Schwerpunkt bildet der Wohnungseinbruchsdiebstahl.

Erhöhte Anzahl an Wohnungseinbrüchen

In der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Einbruchsversuche, die Polizei verstärkt deshalb ihre Präventionsarbeit und mahnt, Haustüren abzuschließen sowie Fenster nicht auf Kippe stehen zu lassen. 2018 wurden in Niedersachsen 11 202 Einbrüche beziehungsweise Einbruchsversuche in Wohnungen registriert. 1993 lag die Zahl noch bei 32 000. Für 2019 geht das Innenministerium von weiter sinkenden Fallzahlen aus.

Im Gebiet der Polizeidirektion Osnabrück konnte die Zahl der Wohnungseinbrüche sogar innerhalb von drei Jahren auf die Hälfte reduziert werden. 2016 war dort eine Zentrale Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruchsdiebstahl (ZEG WED) eingerichtet worden. Deren Arbeit im Dreiländereck Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Niederlande laufe auch nach dem Ende der Förderung mit EU-Geldern weiter, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe sei in ZEG Phänomene umbenannt worden und beschäftigte sich auch mit Straftaten zum Nachteil von Senioren. So geben sich immer mehr Täter als Polizisten aus und erbeuten mit dieser Betrugsmasche große Summen.

(dpa)