Ehrenbürger Osnabrücks

Osnabrücker Stadtrat entscheidet über Ehrenbürgerwürde für Wulff

Schon 2011 gab es den Vorschlag, den aus Osnabrück stammenden damaligen Bundespräsidenten mit der Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt zu würdigen. Doch dazwischen kamen Vorwürfe und ein strafrechtliches Verfahren wegen Vorteilsnahme. 2020 soll er nun Ehrenbürger Osnabrücks werden.


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Christian Wulff, Bundespräsident a.D., spricht bei einer Pressekonferenz. Der Rat der Stadt Osnabrück entscheidet am 03.12.2019, ob Alt-Bundespräsident Wulff Ehrenbürger seiner Heimatstadt wird. (Foto: picture alliance/dpa)

Osnabrück (dpa/lni) - Der Rat der Stadt Osnabrück entscheidet am Dienstag (17.00 Uhr) über die Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Alt-Bundespräsident Christian Wulff (60). Der in Osnabrück geborene Wulff habe sich in herausragender Weise um seine Heimatstadt verdient gemacht. "Die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes trägt der Leistung von Herrn Bundespräsidenten a.D. Christian Wulff in angemessener Form Rechnung und folgt einer bundesrepublikanischen Tradition, den ehemaligen Bundespräsidenten das Ehrenbürgerrecht ihrer jeweiligen Heimatstadt zu verleihen", heißt es in der Beschlussvorlage. Die Ehrenbürgerwürde soll Wulff dann bei einem Festakt im nächsten Jahr verliehen werden.

Vorwürfe standen im Weg

Bereits im Dezember 2011 gab es den Antrag, Wulff mit der Ehrenbürgerwürde zu würdigen. Nahezu zeitgleich wurden aber Vorwürfe wegen eines privaten Kredits für einen Hauskauf laut. Wulff war am 17. Februar 2012 infolge der Affäre um die angebliche Annahme von Vorteilen als bislang jüngster Bundespräsident zurückgetreten. Zwei Jahre später wurde er vom Landgericht Hannover von den Vorwürfen freigesprochen.

(dpa)